NABU macht Meer Tour 2017

An Bord des Traditionsseglers Ryvar

An Bord des Traditionsseglers Ryvar

3 Jahre nach der letzten Tour sticht der NABU (Naturschutzbund) wieder in See. Mit dem Traditionssegler Ryvar geht es am 15. August in Warnemünde los, nach zehn Tagen durch Ost- und Nordsee endet die NABU macht Meer-Tour in Hamburg. Partner und Freunde setzen gemeinsam mit dem NABU ein Zeichen für den Schutz von Nord- und Ostsee und besuchen einige Instituionen, die sich ebenfalls dem Schutz der Meere verschrieben haben.

Ein Blick in die Kombüse der Ryvar

Ein Blick in die Kombüse der Ryvar

Hintergrund der Reise sind die zunehmende Zerstörung der Lebensräume für die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten in Nord- und Ostsee, von denen über ein Drittel als bedroht gilt. An sechs Stationen wird angelegt, um vor Ort mit Verbänden, Politikern und Interessierten über Lösungen zu diskutieren und Aufmerksamkeit auf die Problem zu lenken. Startpunkt Warnemünde, Fehmarn, Kiel, Husum, Cuxhaven und als Endstation Hamburg stehen auf dem Programm.

Für den WaterRanger ist unsere Botschafterin Prof. Dr. Gilian Gerke an Bord, die sich vor allem mit Mikroplastik-Abfällen in unseren Weltmeeren auseinandersetzt. Permanent werden Wasserproben entnommen und auf Mikrokunststoffe untersucht. Alle Ergebnisse werden dokumentiert und ausgewertet. Wer sich für die Tour aus Sicht unserer Botschafterin Gilian interessiert, kann ihr hier auf ihrem Blog folgen.
> www.giliangerke.waterranger.net

Fotos: Volker Gries | Volker Gehrmann | NABU

Stationen

11 Uhr: Pressegespräch an Bord der „Ryvar“, Liegeplatz am Passagierkai

Der NABU erläutert die Ziele der Segeltour und was sich im Umgang mit der Nord- und Ostsee ändern muss. Schwerpunkt dabei bilden große Infrastrukturvorhaben an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns wie Offshore-Windparks oder die neue Nord-Stream-2-Pipeline. Mit dabei: NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller und der Landesvorsitzende Stefan Schwill.

Besuchen Sie die „Ryvar“ in Warnemünde und kommen Sie mit uns ins Gespräch. An unserem Infostand erwartet Sie die bunte Welt des NABU, nette KollegInnen sowie Spiel und Spaß für die ganze Familie.

Um 13 Uhr lädt der NABU zum Open Ship für geladene Gäste.

Jedes Jahr gelangen mehr als zehn Millionen Tonnen Plastikmüll allein von Land in die Weltmeere. Was wir dagegen tun können zeigt der NABU unter anderem mit seinem Projekt „Mehrweg fürs Meer“. Auf Fehmarn können Strandurlauber künftig selbst entscheiden, ob sie statt auf Einweggeschirr auf eine umweltfreundliche Mehrwegvariante setzen.

12 Uhr: Projektvorstellung und Auftritt der Meerjungfrauen, Liegeplatz Burgstaaken

Seien Sie gespannt auf unsere Meerjungfrauen und lassen Sie sich von unseren Partnern plastikfrei verwöhnen. In bunten Kostümen werden wir die Pilot-Initiative „Mehrweg fürs Meer“ auf Fehmarn in Burgstaaken zwischen Obstpalette und U-Boot bekannter machen. Wir freuen uns auf Sie auch an unserem Infostand.

Die Fehmarnbeltquerung droht wie eine dunkle Wolke über der Sonneninsel. Sensible Ökosysteme und Schweinswale sind in Gefahr, Tausende Existenzen bedroht. Der geplante Tunnel ist verkehr- und naturschutzpolitisch falsch. Kommen Sie ins Gespräch mit dem NABU und den Partnern gegen eine feste Fehmarnbelt-Querung am gemeinsamen Infostand.

17 Uhr Open Ship für geladene Gäste

Die drei Spitzensportverbände des Deutschen Olympischen Sportbunds und Deutschlands größter Naturschutzverband bündeln die Kräfte und führen gemeinsame Reinigungsaktionen an Gewässern durch. Auf www.gewässerretter.de können Müllfunde gemeldet und Reinigungsaktionen organisiert werden. Am Standort Kiel werden die Partner gemeinsam die Anlegestelle am Kieler Landtag anfahren und das Projekt vorstellen.

12 Uhr: Einsegeln der Gewässerretter am Kieler Landtag, Liegeplatz „Reventloubrücke“

Seien Sie dabei, wenn wir gemeinsam am Landtag einlaufen. Die „Ryvar“ wird begleitet von Seglern, Kanuten und Tauchern – alle vereint für saubere Gewässer – Fototermin um 13 Uhr am Kieler Landtag.

14 Uhr: Podiumsdiskussion „Schutzgebiete in Nord- und Ostsee“, Aktion vor dem Landtag an der Kiellinie

Formal sind 45 Prozent der deutschen Nord- und Ostsee durch das Natura-2000-Netzwerk geschützt. Doch der Schein trügt, denn in den Schutzgebieten wird gefischt, werden Rohstoffe abgebaut und fahren Tausende Schiffe. Besteht der Schutz nur auf dem Papier? Darüber soll in Kiel gemeinsam mit Interessenvertretern aus Politik, Behörden und Naturschutz  diskutiert werden. Mit dabei: Staatssekretär im Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth sowie Vertreter der Landespolitik und des Deutschen-Segler-Verbandes.

Den ganzen Tag treffen Sie uns auch im NABU-Pavillon an der Kiellinie zwischen Reventloubrücke und Wasserschutzpolizei.

Der NABU unterstützt die Energiewende und den Ausbau regenerativer Energien. Doch Offshore Windkraft geht nicht überall. So haben Windräder in Vogelschutzgebieten nichts zu suchen.

21. August, 15 Uhr: Fachgespräch Offshore-Windkraft und Vogelschutz (Anmeldung erforderlich)

Zusammen mit Ornithologen, Vertretern der Windenergiebranche und der Fachbehörden wollen wir einen Blick auf die Bedeutung der deutschen Nordsee für See- und Rastvögel und auf das wissenschaftliche Begleitmonitoring bestehender Windparkprojekte werfen. Jüngste Untersuchungen zeigen starke Meide- und Ausweichreaktionen sowie räumliche Verlagerungen verschiedener Vogelarten. Gemeinsam möchten wir diese Erkenntnisse erörtern und die Konsequenzen und mögliche Lösungsansätze diskutieren.

22. August, 11 Uhr: Pressegespräch: Offshore-Wind und Meeresschutz

Neben den wichtigsten Erkenntnissen des Fachgesprächs vom Vortag stellt Dr. Michael Bellmann vom Institut für Technische und Angewandte Physik (ITAP) Unterwasserschallmessungen vor und gibt Einblicke in die aktuelle wissenschaftliche Forschung. Der Unterwasserlärm belastet heute zunehmend die Meeresumwelt und ist auch einer der zentralen Konflikte beim Ausbau der Offshore-Windkraft.

Als Weltnaturerbe steht das Wattenmeer auf einer Stufe mit dem Grand Canyon oder dem Great Barrier Reef. Aber tun wir genug, um die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt zu bewahren? Wie passen Schutz und Nutzung zusammen? In Cuxhaven diskutiert der NABU öffentlich über mögliche Schutzmaßnahmen. Mit dabei Vertreter der Nationalparkverwaltung, des Alfred-Wegener-Instituts sowie der Kurverwaltung und der Fischerei.

18 Uhr: Podiumsdiskussion „Weltnaturerbe zwischen Schutz und Nutzung“, Liegeplatz am Anleger „Alte Liebe“

Besuchen Sie uns auch im NABU-Pavillon, „Alte Liebe“ 12 in Cuxhaven

21 Uhr: Filmabend „A Plastic Ocean“ – Kino auf dem Großsegel

Ein weiteres Highlight der Tour schließt sich an die Diskussion an. Kommen Sie vorbei und erleben Sie Open-Air Kino der ganz besonderen Art. Wir zeigen die bewegende Dokumentation zum Problem der vermüllten Weltmeere (in Englisch) auf dem Großsegel und laden ein zu einem netten Abend mit Popcorn und Getränken in gemütlicher Atmosphäre.

Zehn Tage auf See, sechs Stationen und ein Ziel: die Vielfalt von Nord und Ostsee besser schützen. Ziehen Sie mit uns Bilanz der „NABU macht Meer!“-Segelreise und erfahren mehr über die Hafenpolitik Hamburgs. Mit Blick auf die Bundestagswahl stellt der NABU seine zentralen Meeresschutzforderungen vor.

11 Uhr: Pressegespräch an Bord der „Ryvar“, Liegeplatz Sandtorhafen

Besuchen Sie unseren Infostand im Sandtorhafen und kommen Sie mit uns ins Gespräch. An unserem Infostand erwarten wir Sie mit vielen Infos, Spaß und Spiel für die ganze Familie.

13 Uhr: Open Ship für geladene Gäste